Der Sauvignon Blanc wächst auf Buntsandstein und Kalk, verschiedene Lagen in Ruppertsberg und Deidesheim. Sehr langsam vergoren im 500 Liter Tonneaux und in der Amphore, langes Hefelager von über zehn Monaten. Unfiltriert und mit nur ganz minimaler Schwefelgabe abgefüllt. Zuvor waren die Pure-Weine häufig komplett ungeschwefelt, davon ist man nun aber wieder ab, da den Seckingers selbst die Weine dadurch oft zu wild und gewissermaßen auch zu uniform waren. Dieser Sauvignon Blanc ist dennoch recht weit entfernt von dem, was man sich unter dieser Rebsorte vielleicht normalerweise vorstellt. Etwas steinig und rauchig zu Beginn. Dann sehr kräutrig geprägt, keinerlei Exotik zunächst. Grüne Traube wie bei Verjus, Teeblätter, etwas Melisse, grünliche Aprikose und dann kommen auch etwas Limette und dezent Papaya durch. Dazu dieser fein-erdige Touch in der Nase. Kalkstein und irgendwie auch etwas Lehm in Ansätzen. Am Gaumen mit genialer Frische, feinem Texturenspiel aus reifer Säure und leichten Gerbstoffen. Zupackend und straff in der Frucht. Ein wirklich sehr eigenständiger Pfälzer Sauvignon Blanc mit Saft und genialer Struktur. Gefällt mir sehr gut, wirklich spannend!
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